Wilhelm, what is the world to our hearts without love? What is a magic-lantern without light? You have but to kindle the flame within, and the brightest figures shine on the white wall; and, if love only show us fleeting shadows, we are yet happy, when, like mere children, we behold them, and are transported with the splendid phantoms. I have not been able to see Charlotte to-day. I was prevented by company from which I could not disengage myself. What was to be done? I sent my servant to her house, that I might at least see somebody to-day who had been near her. Oh, the impatience with which I waited for his return! the joy with which I welcomed him! I should certainly have caught him in my arms, and kissed him, if I had not been ashamed.
Wilhelm, was ist unserem Herzen die Welt ohne Liebe! Was eine Zauberlaterne ist ohne Licht! Kaum bringst du das Lämpchen hinein, so scheinen dir die buntesten Bilder an deine weiße Wand! Und wenn's nichts wäre als das, als vorübergehende Phantome, so macht's doch immer unser Glück, wenn wir wie frische Jungen davor stehen und uns über die Wundererscheinungen entzücken. Heute konnte ich nicht zu Lotten, eine unvermeidliche Gesellschaft hielt mich ab. Was war zu tun? Ich schickte meinen Diener hinaus, nur um einen Menschen um mich zu haben, der ihr heute nahe gekommen wäre. Mit welcher Ungeduld ich ihn erwartete, mit welcher Freude ich ihn wiedersah! Ich hätte ihn gern beim Kopfe genommen und geküßt, wenn ich mich nicht geschämt hätte.
It is said that the Bonona stone, when placed in the sun, attracts the rays, and for a time appears luminous in the dark. So was it with me and this servant. The idea that Charlotte's eyes had dwelt on his countenance, his cheek, his very apparel, endeared them all inestimably to me, so that at the moment I would not have parted from him for a thousand crowns. His presence made me so happy! Beware of laughing at me, Wilhelm. Can that be a delusion which makes us happy? "I shall see her today!"
Man erzählt von dem Bononischen Steine, daß er, wenn man ihn in die Sonne legt, ihre Strahlen anzieht und eine Weile bei Nacht leuchtet. So war mir's mit dem Burschen. Das Gefühl, daß ihre Augen auf seinem Gesichte, seinen Backen, seinen Rockknöpfen und dem Kragen am Surtout geruht hatten, machte mir das alles so heilig, so wert! Ich hätte in dem Augenblick den Jungen nicht um tausend Taler gegeben. Es war mir so wohl in seiner Gegenwart.--bewahre dich Gott, daß du darüber lachest. Wilhelm, sind das Phantome, wenn es uns wohl ist?