(A lofty-arched, narrow, Gothic chamber. FAUST, in a chair at his desk, restless.)
In einem hochgewölbten, engen gotischen Zimmer Faust, unruhig auf seinem Sessel am Pulte.
FAUSTI’ve studied now PhilosophyAnd Jurisprudence, Medicine,—And even, alas! Theology,—From end to end, with labor keen;And here, poor fool! with all my loreI stand, no wiser than before:I’m Magister—yea, Doctor—hight,And straight or cross-wise, wrong or right,These ten years long, with many woes,I’ve led my scholars by the nose,—And see, that nothing can be known!That knowledge cuts me to the bone.I’m cleverer, true, than those fops of teachers,Doctors and Magisters, Scribes and Preachers;Neither scruples nor doubts come now to smite me,Nor Hell nor Devil can longer affright me.For this, all pleasure am I foregoing;I do not pretend to aught worth knowing,I do not pretend I could be a teacherTo help or convert a fellow-creature.Then, too, I’ve neither lands nor gold,Nor the world’s least pomp or honor hold—No dog would endure such a curst existence!Wherefore, from Magic I seek assistance,That many a secret perchance I reachThrough spirit-power and spirit-speech,And thus the bitter task foregoOf saying the things I do not know,—That I may detect the inmost forceWhich binds the world, and guides its course;Its germs, productive powers explore,And rummage in empty words no more!
FAUST.Habe nun, ach! Philosophie,Juristerei und Medizin,Und leider auch TheologieDurchaus studiert, mit heißem Bemühn.Da steh ich nun, ich armer Tor!Und bin so klug als wie zuvor;Heiße Magister, heiße Doktor garUnd ziehe schon an die zehen JahrHerauf, herab und quer und krummMeine Schüler an der Nase herum—Und sehe, daß wir nichts wissen können!Das will mir schier das Herz verbrennen.Zwar bin ich gescheiter als all die Laffen,Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel—Dafür ist mir auch alle Freud entrissen,Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,Die Menschen zu bessern und zu bekehren.Auch hab ich weder Gut noch Geld,Noch Ehr und Herrlichkeit der Welt;Es möchte kein Hund so länger leben!Drum hab ich mich der Magie ergeben,Ob mir durch Geistes Kraft und MundNicht manch Geheimnis würde kund;Daß ich nicht mehr mit saurem SchweißZu sagen brauche, was ich nicht weiß;Daß ich erkenne, was die WeltIm Innersten zusammenhält,Schau alle Wirkenskraft und Samen,Und tu nicht mehr in Worten kramen.
O full and splendid Moon, whom IHave, from this desk, seen climb the skySo many a midnight,—would thy glowFor the last time beheld my woe!Ever thine eye, most mournful friend,O’er books and papers saw me bend;But would that I, on mountains grand,Amid thy blessed light could stand,With spirits through mountain-caverns hover,Float in thy twilight the meadows over,And, freed from the fumes of lore that swathe me,To health in thy dewy fountains bathe me!
O sähst du, voller Mondenschein,Zum letztenmal auf meine Pein,Den ich so manche MitternachtAn diesem Pult herangewacht.Dann über Büchern und Papier,Trübsel’ger Freund, erschienst du mir!Ach! könnt ich doch auf BergeshöhnIn deinem lieben Lichte gehn,Um Bergeshöhle mit Geistern schweben,Auf Wiesen in deinem Dämmer weben,Von allem Wissensqualm entladen,In deinem Tau gesund mich baden!
Ah, me! this dungeon still I see.This drear, accursed masonry,Where even the welcome daylight strainsBut duskly through the painted panes.Hemmed in by many a toppling heapOf books worm-eaten, gray with dust,Which to the vaulted ceiling creep,Against the smoky paper thrust,—With glasses, boxes, round me stacked,And instruments together hurled,Ancestral lumber, stuffed and packed—Such is my world: and what a world!
Weh! steck ich in dem Kerker noch?Verfluchtes dumpfes Mauerloch,Wo selbst das liebe HimmelslichtTrüb durch gemalte Scheiben bricht!Beschränkt mit diesem Bücherhauf, den Würme nagen, Staub bedeckt,Den bis ans hohe Gewölb hinaufEin angeraucht Papier umsteckt;Mit Gläsern, Büchsen rings umstellt,Mit Instrumenten vollgepfropft,Urväter Hausrat drein gestopft—Das ist deine Welt! das heißt eine Welt!
And do I ask, wherefore my heartFalters, oppressed with unknown needs?Why some inexplicable smartAll movement of my life impedes?Alas! in living Nature’s stead,Where God His human creature set,In smoke and mould the fleshless deadAnd bones of beasts surround me yet!
Und fragst du noch, warum dein HerzSich bang in deinem Busen klemmt?Warum ein unerklärter SchmerzDir alle Lebensregung hemmt?Statt der lebendigen Natur,Da Gott die Menschen schuf hinein,Umgibt in Rauch und Moder nurDich Tiergeripp und Totenbein.
Fly! Up, and seek the broad, free land!And this one Book of MysteryFrom Nostradamus’ very hand,Is’t not sufficient company?When I the starry courses know,And Nature’s wise instruction seek,With light of power my soul shall glow,As when to spirits spirits speak.Tis vain, this empty brooding here,Though guessed the holy symbols be:Ye, Spirits, come—ye hover near—Oh, if you hear me, answer me!(He opens the Book, and perceives the sign of the Macrocosm.)
Flieh! auf! hinaus ins weite Land!Und dies geheimnisvolle Buch,Von Nostradamus’ eigner Hand,Ist dir es nicht Geleit genug?Erkennest dann der Sterne Lauf,Und wenn Natur dich Unterweist,Dann geht die Seelenkraft dir auf,Wie spricht ein Geist zum andren Geist.Umsonst, daß trocknes Sinnen hierDie heil’gen Zeichen dir erklärt.Ihr schwebt, ihr Geister, neben mir;Antwortet mir, wenn ihr mich hört!(Er schlägt das Buch auf und erblickt das Zeichen des Makrokosmus.)
Ha! what a sudden rapture leaps from thisI view, through all my senses swiftly flowing!I feel a youthful, holy, vital blissIn every vein and fibre newly glowing.Was it a God, who traced this sign,With calm across my tumult stealing,My troubled heart to joy unsealing,With impulse, mystic and divine,The powers of Nature here, around my path, revealing?Am I a God?—so clear mine eyes!In these pure features I beholdCreative Nature to my soul unfold.What says the sage, now first I recognize:“The spirit-world no closures fasten;Thy sense is shut, thy heart is dead:Disciple, up! untiring, hastenTo bathe thy breast in morning-red!”(He contemplates the sign.)
Ha! welche Wonne fließt in diesem BlickAuf einmal mir durch alle meine Sinnen!Ich fühle junges, heil’ges LebensglückNeuglühend mir durch Nerv’ und Adern rinnen.War es ein Gott, der diese Zeichen schrieb,Die mir das innre Toben stillen,Das arme Herz mit Freude füllen,Und mit geheimnisvollem TriebDie Kräfte der Natur rings um mich her enthüllen?Bin ich ein Gott? Mir wird so licht!Ich schau in diesen reinen ZügenDie wirkende Natur vor meiner Seele liegen.Jetzt erst erkenn ich, was der Weise spricht.“Die Geisterwelt ist nicht verschlossen;Dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot!Auf, bade, Schüler, unverdrossenDie ird’sche Brust im Morgenrot!”(er beschaut das Zeichen.)
How each the Whole its substance gives,Each in the other works and lives!Like heavenly forces rising and descending,Their golden urns reciprocally lending,With wings that winnow blessingFrom Heaven through Earth I see them pressing,Filling the All with harmony unceasing!How grand a show! but, ah! a show alone.Thee, boundless Nature, how make thee my own?Where you, ye beasts? Founts of all Being, shining,Whereon hang Heaven’s and Earth’s desire,Whereto our withered hearts aspire,—Ye flow, ye feed: and am I vainly pining?
Wie alles sich zum Ganzen webt,Eins in dem andern wirkt und lebt!Wie Himmelskräfte auf und nieder steigenUnd sich die goldnen Eimer reichen!Mit segenduftenden SchwingenVom Himmel durch die Erde dringen,Harmonisch all das All durchklingen!
(He turns the leaves impatiently, and perceives the sign of the Earth-Spirit.)
Welch Schauspiel! Aber ach! ein Schauspiel nur!Wo fass ich dich, unendliche Natur?Euch Brüste, wo? Ihr Quellen alles Lebens,An denen Himmel und Erde hängt,Dahin die welke Brust sich drängt—Ihr quellt, ihr tränkt, und schmacht ich so vergebens?(er schlägt unwillig das Buch um und erblickt das Zeichen des Erdgeistes.)
How otherwise upon me works this sign!Thou, Spirit of the Earth, art nearer:Even now my powers are loftier, clearer;I glow, as drunk with new-made wine:New strength and heart to meet the world incite me,The woe of earth, the bliss of earth, invite me,And though the shock of storms may smite me,No crash of shipwreck shall have power to fright me!Clouds gather over me—The moon conceals her light—The lamp’s extinguished!—Mists rise,—red, angry rays are dartingAround my head!—There fallsA horror from the vaulted roof,And seizes me!I feel thy presence, Spirit I invoke!Reveal thyself!Ha! in my heart what rending stroke!With new impulsionMy senses heave in this convulsion!I feel thee draw my heart, absorb, exhaust me:Thou must! thou must! and though my life it cost me!(He seizes the book, and mysteriously pronounces the sign of the Spirit. A ruddy flame flashes: the Spirit appears in the flame.)
Wie anders wirkt dies Zeichen auf mich ein!Du, Geist der Erde, bist mir näher;Schon fühl ich meine Kräfte höher,Schon glüh ich wie von neuem Wein.Ich fühle Mut, mich in die Welt zu wagen,Der Erde Weh, der Erde Glück zu tragen,Mit Stürmen mich herumzuschlagenUnd in des Schiffbruchs Knirschen nicht zu zagen.Es wölkt sich über mir—Der Mond verbirgt sein Licht—Die Lampe schwindet!Es dampft! Es zucken rote StrahlenMir um das Haupt—Es wehtEin Schauer vom Gewölb herabUnd faßt mich an!Ich fühl’s, du schwebst um mich, erflehter GeistEnthülle dich!Ha! wie’s in meinem Herzen reißt!Zu neuen GefühlenAll meine Sinnen sich erwühlen!Ich fühle ganz mein Herz dir hingegeben!Du mußt! du mußt! und kostet es mein Leben!(Er faßt das Buch und spricht das Zeichen des Geistes geheimnisvoll aus. Es zuckt eine rötliche Flamme, der Geist erscheint in der Flamme.)
SPIRITWho calls me?
GEIST.Wer ruft mir?
FAUST (with averted head)Terrible to see!
FAUST (abgewendet).Schreckliches Gesicht!
SPIRITMe hast thou long with might attracted,Long from my sphere thy food exacted,And now—
GEIST.Du hast mich mächtig angezogen,An meiner Sphäre lang gesogen,Und nun—
FAUST Woe! I endure not thee!
FAUST.Weh! ich ertrag dich nicht!
SPIRITTo view me is thine aspiration,My voice to hear, my countenance to see;Thy powerful yearning moveth me,Here am I!—what mean perturbationThee, superhuman, shakes? Thy soul’s high calling, where?Where is the breast, which from itself a world did bear,And shaped and cherished—which with joy expanded,To be our peer, with us, the Spirits, banded?Where art thou, Faust, whose voice has pierced to me,Who towards me pressed with all thine energy?He art thou, who, my presence breathing, seeing,Trembles through all the depths of being,A writhing worm, a terror-stricken form?
GEIST.Du flehst, eratmend mich zu schauen,Meine Stimme zu hören, mein Antlitz zu sehn;Mich neigt dein mächtig Seelenflehn,Da bin ich!—Welch erbärmlich GrauenFaßt Übermenschen dich! Wo ist der Seele Ruf?Wo ist die Brust, die eine Welt in sich erschufUnd trug und hegte, die mit FreudebebenErschwoll, sich uns, den Geistern, gleich zu heben?Wo bist du, Faust, des Stimme mir erklang,Der sich an mich mit allen Kräften drang?Bist du es, der, von meinem Hauch umwittert,In allen Lebenslagen zittert,Ein furchtsam weggekrümmter Wurm?
FAUSTThee, form of flame, shall I then fear?Yes, I am Faust: I am thy peer!
FAUST.Soll ich dir, Flammenbildung, weichen?Ich bin’s, bin Faust, bin deinesgleichen!
SPIRIT In the tides of Life, in Action’s storm, A fluctuant wave, A shuttle free, Birth and the Grave, An eternal sea, A weaving, flowing Life, all-glowing,Thus at Time’s humming loom ’tis my hand preparesThe garment of Life which the Deity wears!
GEIST.In Lebensfluten, im TatensturmWall ich auf und ab,Wehe hin und her!Geburt und Grab,Ein ewiges Meer,Ein wechselndes Wehen,Ein glühend Leben,So schaff ich am laufenden Webstuhl der ZeitUnd wirke der Gottheit lebendiges Kleid.
FAUSTThou, who around the wide world wendest,Thou busy Spirit, how near I feel to thee!
FAUST.Der du die weite Welt umschweifst,Geschäftiger Geist, wie nah fühl ich mich dir!
SPIRITThou’rt like the Spirit which thou comprehendest,Not me!(Disappears.)
GEIST.Du gleichst dem Geist, den du begreifst,Nicht mir!(verschwindet)
FAUST (overwhelmed)Not thee!Whom then?I, image of the Godhead!Not even like thee!(A knock).
FAUST (zusammenstürzend).Nicht dir?Wem denn?Ich Ebenbild der Gottheit!Und nicht einmal dir!(es klopft)
O Death!—I know it—’tis my Famulus!My fairest luck finds no fruition:In all the fullness of my visionThe soulless sneak disturbs me thus!(Enter WAGNER_, in dressing-gown and night-cap, a lamp in his hand. FAUST turns impatiently_.)
O Tod! ich kenn’s—das ist mein Famulus—Es wird mein schönstes Glück zunichte!Daß diese Fülle der GesichteDer trockne Schleicher stören muß!(Wagner im Schlafrock und der Nachtmütze, eine Lampe in der Hand. Faust wendet sich unwillig.)
WAGNERPardon, I heard your declamation;’Twas sure an old Greek tragedy you read?In such an art I crave some preparation,Since now it stands one in good stead.I’ve often heard it said, a preacherMight learn, with a comedian for a teacher.
WAGNER.Verzeiht! ich hör euch deklamieren;Ihr last gewiß ein griechisch Trauerspiel?In dieser Kunst möcht ich was profitieren,Denn heutzutage wirkt das viel.Ich hab es öfters rühmen hören,Ein Komödiant könnt einen Pfarrer lehren.
FAUSTYes, when the priest comedian is by nature,As haply now and then the case may be.
FAUST.Ja, wenn der Pfarrer ein Komödiant ist;Wie das denn wohl zuzeiten kommen mag.
WAGNERAh, when one studies thus, a prisoned creature,That scarce the world on holidays can see,—Scarce through a glass, by rare occasion,How shall one lead it by persuasion?
WAGNER.Ach! wenn man so in sein Museum gebannt ist,Und sieht die Welt kaum einen Feiertag,Kaum durch ein Fernglas, nur von weitem,Wie soll man sie durch Überredung leiten?
FAUSTYou’ll ne’er attain it, save you know the feeling,Save from the soul it rises clear,Serene in primal strength, compellingThe hearts and minds of all who hear.You sit forever gluing, patching;You cook the scraps from others’ fare;And from your heap of ashes hatchingA starveling flame, ye blow it bare!Take children’s, monkeys’ gaze admiring,If such your taste, and be content;But ne’er from heart to heart you’ll speak inspiring,Save your own heart is eloquent!
FAUST.Wenn ihr’s nicht fühlt, ihr werdet’s nicht erjagen,Wenn es nicht aus der Seele dringtUnd mit urkräftigem BehagenDie Herzen aller Hörer zwingt.Sitzt ihr nur immer! leimt zusammen,Braut ein Ragout von andrer SchmausUnd blast die kümmerlichen FlammenAus eurem Aschenhäufchen ’raus!Bewundrung von Kindern und Affen,Wenn euch darnach der Gaumen steht;Doch werdet ihr nie Herz zu Herzen schaffen,Wenn es euch nicht von Herzen geht.
WAGNERYet through delivery orators succeed;I feel that I am far behind, indeed.
WAGNER.Allein der Vortrag macht des Redners Glück;Ich fühl es wohl, noch bin ich weit zurück.
FAUSTSeek thou the honest recompense!Beware, a tinkling fool to be!With little art, clear wit and senseSuggest their own delivery;And if thou’rt moved to speak in earnest,What need, that after words thou yearnest?Yes, your discourses, with their glittering show,Where ye for men twist shredded thought like paper,Are unrefreshing as the winds that blowThe rustling leaves through chill autumnal vapor!
FAUST.Such Er den redlichen Gewinn!Sei Er kein schellenlauter Tor!Es trägt Verstand und rechter SinnMit wenig Kunst sich selber vor!Und wenn’s euch Ernst ist, was zu sagen,Ist’s nötig, Worten nachzujagen?Ja, eure Reden, die so blinkend sind,In denen ihr der Menschheit Schnitzel kräuselt,Sind unerquicklich wie der Nebelwind,Der herbstlich durch die dürren Blätter säuselt!
WAGNERAh, God! but Art is long,And Life, alas! is fleeting.And oft, with zeal my critic-duties meeting,In head and breast there’s something wrong.How hard it is to compass the assistanceWhereby one rises to the source!And, haply, ere one travels half the courseMust the poor devil quit existence.
WAGNER.Ach Gott! die Kunst ist lang;Und kurz ist unser Leben.Mir wird, bei meinem kritischen Bestreben,Doch oft um Kopf und Busen bang.Wie schwer sind nicht die Mittel zu erwerben,Durch die man zu den Quellen steigt!Und eh man nur den halben Weg erreicht,Muß wohl ein armer Teufel sterben.
FAUSTIs parchment, then, the holy fount before thee,A draught wherefrom thy thirst forever slakes?No true refreshment can restore thee,Save what from thine own soul spontaneous breaks.
FAUST.Das Pergament, ist das der heil’ge Bronnen,Woraus ein Trunk den Durst auf ewig stillt?Erquickung hast du nicht gewonnen,Wenn sie dir nicht aus eigner Seele quillt.
WAGNERPardon! a great delight is grantedWhen, in the spirit of the ages planted,We mark how, ere our times, a sage has thought,And then, how far his work, and grandly, we have brought.
WAGNER.Verzeiht! es ist ein groß Ergetzen,Sich in den Geist der Zeiten zu versetzen;Zu schauen, wie vor uns ein weiser Mann gedacht,Und wie wir’s dann zuletzt so herrlich weit gebracht.
FAUSTO yes, up to the stars at last!Listen, my friend: the ages that are pastAre now a book with seven seals protected:What you the Spirit of the Ages callIs nothing but the spirit of you all,Wherein the Ages are reflected.So, oftentimes, you miserably mar it!At the first glance who sees it runs away.An offal-barrel and a lumber-garret,Or, at the best, a Punch-and-Judy play,With maxims most pragmatical and hitting,As in the mouths of puppets are befitting!
FAUST.O ja, bis an die Sterne weit!Mein Freund, die Zeiten der VergangenheitSind uns ein Buch mit sieben Siegeln.Was ihr den Geist der Zeiten heißt,Das ist im Grund der Herren eigner Geist,In dem die Zeiten sich bespiegeln.Da ist’s denn wahrlich oft ein Jammer!Man läuft euch bei dem ersten Blick davon.Ein Kehrichtfaß und eine RumpelkammerUnd höchstens eine Haupt- und StaatsaktionMit trefflichen pragmatischen Maximen,Wie sie den Puppen wohl im Munde ziemen!
WAGNERBut then, the world—the human heart and brain!Of these one covets some slight apprehension.
WAGNER.Allein die Welt! des Menschen Herz und Geist!Möcht jeglicher doch was davon erkennen.
FAUSTYes, of the kind which men attain!Who dares the child’s true name in public mention?The few, who thereof something really learned,Unwisely frank, with hearts that spurned concealing,And to the mob laid bare each thought and feeling,Have evermore been crucified and burned.I pray you, Friend, ’tis now the dead of night;Our converse here must be suspended.
FAUST.Ja, was man so erkennen heißt!Wer darf das Kind beim Namen nennen?Die wenigen, die was davon erkannt,Die töricht g’nug ihr volles Herz nicht wahrten,Dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten,Hat man von je gekreuzigt und verbrannt.Ich bitt Euch, Freund, es ist tief in der Nacht,Wir müssen’s diesmal unterbrechen.
WAGNERI would have shared your watches with delight,That so our learned talk might be extended.To-morrow, though, I’ll ask, in Easter leisure,This and the other question, at your pleasure.Most zealously I seek for erudition:Much do I know—but to know all is my ambition. [Exit.
WAGNER.Ich hätte gern nur immer fortgewacht,Um so gelehrt mit Euch mich zu besprechen.Doch morgen, als am ersten Ostertage,Erlaubt mir ein’ und andre Frage.Mit Eifer hab’ ich mich der Studien beflissen;Zwar weiß ich viel, doch möcht’ ich alles wissen.(Ab.)
FAUST (solus)That brain, alone, not loses hope, whose choice isTo stick in shallow trash forevermore,—Which digs with eager hand for buried ore,And, when it finds an angle-worm, rejoices!
FAUST (allein).Wie nur dem Kopf nicht alle Hoffnung schwindet,Der immerfort an schalem Zeuge klebt,Mit gier’ger Hand nach Schätzen gräbt,Und froh ist, wenn er Regenwürmer findet!
Dare such a human voice disturb the flow,Around me here, of spirit-presence fullest?And yet, this once my thanks I oweTo thee, of all earth’s sons the poorest, dullest!For thou hast torn me from that desperate stateWhich threatened soon to overwhelm my senses:The apparition was so giant-great,It dwarfed and withered all my soul’s pretences!
Darf eine solche Menschenstimme hier,Wo Geisterfülle mich umgab, ertönen?Doch ach! für diesmal dank ich dir,Dem ärmlichsten von allen Erdensöhnen.Du rissest mich von der Verzweiflung los,Die mir die Sinne schon zerstören wollte.Ach! die Erscheinung war so riesengroß,Daß ich mich recht als Zwerg empfinden sollte.
I, image of the Godhead, who began—Deeming Eternal Truth secure in nearness—To sun myself in heavenly light and clearness,And laid aside the earthly man;—I, more than Cherub, whose free force had plannedTo flow through Nature’s veins in glad pulsation,To reach beyond, enjoying in creationThe life of Gods, behold my expiation!A thunder-word hath swept me from my stand.27
Ich, Ebenbild der Gottheit, das sich schonGanz nah gedünkt dem Spiegel ew’ger Wahrheit,Sein selbst genoß in Himmelsglanz und Klarheit,Und abgestreift den Erdensohn;Ich, mehr als Cherub, dessen freie KraftSchon durch die Adern der Natur zu fließenUnd, schaffend, Götterleben zu genießenSich ahnungsvoll vermaß, wie muß ich’s büßen!Ein Donnerwort hat mich hinweggerafft.
With thee I dare not venture to compare me.Though I possessed the power to draw thee near me,The power to keep thee was denied my hand.When that ecstatic moment held me,I felt myself so small, so great;But thou hast ruthlessly repelled meBack upon Man’s uncertain fate.What shall I shun? Whose guidance borrow?Shall I accept that stress and strife?Ah! every deed of ours, no less than every sorrow,Impedes the onward march of life.
Nicht darf ich dir zu gleichen mich vermessen;Hab ich die Kraft dich anzuziehn besessen,So hatt ich dich zu halten keine Kraft.In jenem sel’gen AugenblickeIch fühlte mich so klein, so groß;Du stießest grausam mich zurücke,Ins ungewisse Menschenlos.Wer lehret mich? was soll ich meiden?Soll ich gehorchen jenem Drang?Ach! unsre Taten selbst, so gut als unsre Leiden,Sie hemmen unsres Lebens Gang.
Some alien substance more and more is cleavingTo all the mind conceives of grand and fair;When this world’s Good is won by our achieving,The Better, then, is named a cheat and snare.The fine emotions, whence our lives we mould,Lie in the earthly tumult dumb and cold.If hopeful Fancy once, in daring flight,Her longings to the Infinite expanded,Yet now a narrow space contents her quite,Since Time’s wild wave so many a fortune stranded.Care at the bottom of the heart is lurking:Her secret pangs in silence working,She, restless, rocks herself, disturbing joy and rest:In newer masks her face is ever drest,By turns as house and land, as wife and child, presented,—As water, fire, as poison, steel:We dread the blows we never feel,And what we never lose is yet by us lamented!
Dem Herrlichsten, was auch der Geist empfangen,Drängt immer fremd und fremder Stoff sich an;Wenn wir zum Guten dieser Welt gelangen,Dann heißt das Beßre Trug und Wahn.Die uns das Leben gaben, herrliche GefühleErstarren in dem irdischen Gewühle.Wenn Phantasie sich sonst mit kühnem FlugUnd hoffnungsvoll zum Ewigen erweitert,So ist ein kleiner Raum ihr nun genug,Wenn Glück auf Glück im Zeitenstrudel scheitert.Die Sorge nistet gleich im tiefen Herzen,Dort wirket sie geheime Schmerzen,Unruhig wiegt sie sich und störet Lust und Ruh;Sie deckt sich stets mit neuen Masken zu,Sie mag als Haus und Hof, als Weib und Kind erscheinen,Als Feuer, Wasser, Dolch und Gift;Du bebst vor allem, was nicht trifft,Und was du nie verlierst, das mußt du stets beweinen.
I am not like the Gods! That truth is felt too deep:The worm am I, that in the dust doth creep,—That, while in dust it lives and seeks its bread,Is crushed and buried by the wanderer’s tread.
Den Göttern gleich ich nicht! zu tief ist es gefühlt;Dem Wurme gleich ich, der den Staub durchwühlt,Den, wie er sich im Staube nährend lebt,Des Wandrers Tritt vernichtet und begräbt.
Is not this dust, these walls within them hold,The hundred shelves, which cramp and chain me,The frippery, the trinkets thousandfold,That in this mothy den restrain me?Here shall I find the help I need?Shall here a thousand volumes teach me onlyThat men, self-tortured, everywhere must bleed,—And here and there one happy man sits lonely?28What mean’st thou by that grin, thou hollow skull,Save that thy brain, like mine, a cloudy mirror,Sought once the shining day, and then, in twilight dull,29Thirsting for Truth, went wretchedly to Error?Ye instruments, forsooth, but jeer at meWith wheel and cog, and shapes uncouth of wonder;I found the portal, you the keys should be;Your wards are deftly wrought, but drive no bolts asunder!Mysterious even in open day,Nature retains her veil, despite our clamors:That which she doth not willingly displayCannot be wrenched from her with levers, screws, and hammers.Ye ancient tools, whose use I never knew,Here, since my father used ye, still ye moulder:Thou, ancient scroll, hast worn thy smoky hueSince at this desk the dim lamp wont to smoulder.’T were better far, had I my little idly spent,Than now to sweat beneath its burden, I confess it!What from your fathers’ heritage is lent,Earn it anew, to really possess it!30What serves not, is a sore impediment:The Moment’s need creates the thing to serve and bless it!
Ist es nicht Staub, was diese hohe WandAus hundert Fächern mit verenget?Der Trödel, der mit tausendfachem TandIn dieser Mottenwelt mich dränget?Hier soll ich finden, was mir fehlt?Soll ich vielleicht in tausend Büchern lesen,Daß überall die Menschen sich gequält,Daß hie und da ein Glücklicher gewesen?—Was grinsest du mir, hohler Schädel, her?Als daß dein Hirn, wie meines, einst verwirretDen leichten Tag gesucht und in der Dämmrung schwer,Mit Lust nach Wahrheit, jämmerlich geirret.Ihr Instrumente freilich spottet mein,Mit Rad und Kämmen, Walz und Bügel.Ich stand am Tor, ihr solltet Schlüssel sein;Zwar euer Bart ist kraus, doch hebt ihr nicht die Riegel.Geheimnisvoll am lichten TagLäßt sich Natur des Schleiers nicht berauben,Und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag,Das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und mit Schrauben.Du alt Geräte, das ich nicht gebraucht,Du stehst nur hier, weil dich mein Vater brauchte.Du alte Rolle, du wirst angeraucht,Solang an diesem Pult die trübe Lampe schmauchte.Weit besser hätt ich doch mein Weniges verpraßt,Als mit dem Wenigen belastet hier zu schwitzen!Was du ererbt von deinen Vätern hast,Erwirb es, um es zu besitzen.Was man nicht nützt, ist eine schwere Last,Nur was der Augenblick erschafft, das kann er nützen.
Yet, wherefore tums my gaze to yonder point so lightly?Is yonder flask a magnet for mine eyes?Whence, all around me, glows the air so brightly,As when in woods at night the mellow moonbeam lies?
Doch warum heftet sich mein Blick auf jene Stelle?Ist jenes Fläschchen dort den Augen ein Magnet?Warum wird mir auf einmal lieblich helle,Als wenn im nächt’gen Wald uns Mondenglanz umweht?
I hail thee, wondrous, rarest vial!I take thee down devoutly, for the trial:Man’s art and wit I venerate in thee.Thou summary of gentle slumber-juices,Essence of deadly finest powers and uses,Unto thy master show thy favor free!I see thee, and the stings of pain diminish;I grasp thee, and my struggles slowly finish:My spirit’s flood-tide ebbeth more and more.Out on the open ocean speeds my dreaming;The glassy flood before my feet is gleaming,A new day beckons to a newer shore!
Ich grüße dich, du einzige Phiole,Die ich mit Andacht nun herunterhole!In dir verehr ich Menschenwitz und Kunst.Du Inbegriff der holden Schlummersäfte,Du Auszug aller tödlich feinen Kräfte,Erweise deinem Meister deine Gunst!Ich sehe dich, es wird der Schmerz gelindert,Ich fasse dich, das Streben wird gemindert,Des Geistes Flutstrom ebbet nach und nach.Ins hohe Meer werd ich hinausgewiesen,Die Spiegelflut erglänzt zu meinen Füßen,Zu neuen Ufern lockt ein neuer Tag.
A fiery chariot, borne on buoyant pinions,Sweeps near me now! I soon shall ready beTo pierce the ether’s high, unknown dominions,To reach new spheres of pure activity!This godlike rapture, this supreme existence,Do I, but now a worm, deserve to track?Yes, resolute to reach some brighter distance,On Earth’s fair sun I turn my back 31Yes, let me dare those gates to fling asunder,Which every man would fain go slinking by!’T is time, through deeds this word of truth to thunder:That with the height of Gods Man’s dignity may vie!Nor from that gloomy gulf to shrink affrighted,Where Fancy doth herself to self-born pangs compel,—To struggle toward that pass benighted,Around whose narrow mouth flame all the fires of Hell,—To take this step with cheerful resolution,Though Nothingness should be the certain, swift conclusion!And now come down, thou cup of crystal clearest!Fresh from thine ancient cover thou appearest,So many years forgotten to my thought!Thou shon’st at old ancestral banquets cheery,The solemn guests thou madest merry,When one thy wassail to the other brought.The rich and skilful figures o’er thee wrought,The drinker’s duty, rhyme-wise to explain them,Or in one breath below the mark to drain them,From many a night of youth my memory caught.Now to a neighbor shall I pass thee never,Nor on thy curious art to test my wit endeavor,Here is a juice whence sleep is swiftly born.It fills with browner flood thy crystal hollow;I chose, prepared it: thus I follow,—With all my soul the final drink I swallow,A solemn festal cup, a greeting to the morn![He sets the goblet to his mouth.(Chime of bells and choral song.)
Ein Feuerwagen schwebt, auf leichten Schwingen,An mich heran! Ich fühle mich bereit,Auf neuer Bahn den Äther zu durchdringen,Zu neuen Sphären reiner Tätigkeit.Dies hohe Leben, diese Götterwonne!Du, erst noch Wurm, und die verdienest du?Ja, kehre nur der holden ErdensonneEntschlossen deinen Rücken zu!Vermesse dich, die Pforten aufzureißen,Vor denen jeder gern vorüberschleicht!Hier ist es Zeit, durch Taten zu beweisen,Das Manneswürde nicht der Götterhöhe weicht,Vor jener dunkeln Höhle nicht zu beben,In der sich Phantasie zu eigner Qual verdammt,Nach jenem Durchgang hinzustreben,Um dessen engen Mund die ganze Hölle flammt;Zu diesem Schritt sich heiter zu entschließen,Und wär es mit Gefahr, ins Nichts dahin zu fließen.Nun komm herab, kristallne reine Schale!Hervor aus deinem alten Futterale,An die ich viele Jahre nicht gedacht!Du glänzetst bei der Väter Freudenfeste,Erheitertest die ernsten Gäste,Wenn einer dich dem andern zugebracht.Der vielen Bilder künstlich reiche Pracht,Des Trinkers Pflicht, sie reimweis zu erklären,Auf einen Zug die Höhlung auszuleeren,Erinnert mich an manche Jugendnacht.Ich werde jetzt dich keinem Nachbar reichen,Ich werde meinen Witz an deiner Kunst nicht zeigen.Hier ist ein Saft, der eilig trunken macht;Mit brauner Flut erfüllt er deine Höhle.Den ich bereit, den ich wähle,Der letzte Trunk sei nun, mit ganzer Seele,Als festlich hoher Gruß, dem Morgen zugebracht!(Er setzt die Schale an den Mund.)Glockenklang und Chorgesang.
CHORUS OF ANGELS.32Christ is arisen!Joy to the Mortal One,Whom the unmerited,Clinging, inheritedNeeds did imprison.
CHOR DER ENGEL.Christ ist erstanden!Freude dem Sterblichen,Den die verderblichen,Schleichenden, erblichenMängel umwanden.
FAUST.What hollow humming, what a sharp, clear stroke,Drives from my lip the goblet’s, at their meeting?Announce the booming bells already wokeThe first glad hour of Easter’s festal greeting?Ye choirs, have ye begun the sweet, consoling chant,Which, through the night of Death, the angels ministrantSang, God’s new Covenant repeating?
FAUST.Welch tiefes Summen, welch heller TonZieht mit Gewalt das Glas von meinem Munde?Verkündigt ihr dumpfen Glocken schonDes Osterfestes erste Feierstunde?Ihr Chöre, singt ihr schon den tröstlichen Gesang,Der einst, um Grabes Nacht, von Engelslippen klang,Gewißheit einem neuen Bunde?
CHORUS OF WOMEN With spices and precious Balm, we arrayed him; Faithful and gracious, We tenderly laid him: Linen to bind him Cleanlily wound we: Ah! when we would find him, Christ no more found we!
CHOR DER WEIBER.Mit SpezereienHatten wir ihn gepflegt,Wir seine TreuenHatten ihn hingelegt;Tücher und BindenReinlich umwanden wir,Ach! und wir findenChrist nicht mehr hier.
CHORUS OF ANGELS Christ is ascended! Bliss hath invested him,— Woes that molested him, Trials that tested him, Gloriously ended!
CHOR DER ENGEL.Christ ist erstanden!Selig der Liebende,Der die betrübende,Heilsam und übendePrüfung bestanden.
FAUSTWhy, here in dust, entice me with your spell,Ye gentle, powerful sounds of Heaven?Peal rather there, where tender natures dwell.Your messages I hear, but faith has not been given;The dearest child of Faith is Miracle.I venture not to soar to yonder regionsWhence the glad tidings hither float;And yet, from childhood up familiar with the note,To Life it now renews the old allegiance.Once Heavenly Love sent down a burning kissUpon my brow, in Sabbath silence holy;And, filled with mystic presage, chimed the church-bell slowly,And prayer dissolved me in a fervent bliss.A sweet, uncomprehended yearningDrove forth my feet through woods and meadows free,And while a thousand tears were burning,I felt a world arise for me.These chants, to youth and all its sports appealing,Proclaimed the Spring’s rejoicing holiday;And Memory holds me now, with childish feeling,Back from the last, the solemn way.Sound on, ye hymns of Heaven, so sweet and mild!My tears gush forth: the Earth takes back her child!
FAUST.Was sucht ihr, mächtig und gelind,Ihr Himmelstöne, mich am Staube?Klingt dort umher, wo weiche Menschen sind.Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube;Das Wunder ist des Glaubens liebstes Kind.Zu jenen Sphären wag ich nicht zu streben,Woher die holde Nachricht tönt;Und doch, an diesen Klang von Jugend auf gewöhnt,Ruft er auch jetzt zurück mich in das Leben.Sonst stürzte sich der Himmelsliebe KußAuf mich herab in ernster Sabbatstille;Da klang so ahnungsvoll des Glockentones Fülle,Und ein Gebet war brünstiger Genuß;Ein unbegreiflich holdes SehnenTrieb mich, durch Wald und Wiesen hinzugehn,Und unter tausend heißen TränenFühlt ich mir eine Welt entstehn.Dies Lied verkündete der Jugend muntre Spiele,Der Frühlingsfeier freies Glück;Erinnrung hält mich nun, mit kindlichem Gefühle,Vom letzten, ernsten Schritt zurück.O tönet fort, ihr süßen Himmelslieder!Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder!
CHORUS OF DISCIPLES Has He, victoriously, Burst from the vaulted Grave, and all-gloriously Now sits exalted? Is He, in glow of birth, Rapture creative near? Ah! to the woe of earth Still are we native here. We, his aspiring Followers, Him we miss; Weeping, desiring, Master, Thy bliss!
CHOR DER JÜNGER.Hat der BegrabeneSchon sich nach oben,Lebend Erhabene,Herrlich erhoben;Ist er in WerdeluftSchaffender Freude nah.Ach! an der Erde BrustSind wir zum Leide da.Ließ er die SeinenSchmachtend uns hier zurück;Ach! wir beweinen,Meister, dein Glück!
CHORUS OF ANGELS Christ is arisen, Out of Corruption’s womb: Burst ye the prison, Break from your gloom! Praising and pleading him, Lovingly needing him, Brotherly feeding him, Preaching and speeding him, Blessing, succeeding Him, Thus is the Master near,— Thus is He here!II
CHOR DER ENGEL.Christ ist erstanden,Aus der Verwesung Schoß.Reißet von BandenFreudig euch los!Tätig ihn preisenden,Liebe beweisenden,Brüderlich speisenden,Predigend reisenden,Wonne verheißendenEuch ist der Meister nah,Euch ist er da!